"Rap Water": 18+ im Interview
Ein mysteriöses Musikduo erfindet den Takt neu und flutet das Internet mit sexy Videos. Damit konnten 18+ schon Prada und Steven Meisel überzeugen. Ein Interview.

Interview: Wer sind Sie?
Boy: 18+
Interview:Wie alt sind Sie?
Boy: 18+
Sis: Ich bin jünger als er.
Interview:Warum wollen Sie nicht, dass man Ihre Gesichter sieht?
Boy: Anonymität ist Luxus.
Sis: Ich mag mein Haar lieber. Außerdem gibt es Billionen von Alternativen zu unseren Gesichtern.
Interview: Was machen Sie so tagsüber?
Boy: Mich mit der „Adobe Creative Suite“ beschäftigen und Al Pastor Quesadillas essen.
Sis: Ich füttere meinen Hund, träume von einem Leben auf einer Insel, mache mir Notizen und benehme mich so wie die Muppets.
Interview: Und nachts?
Boy: Ich bin nur nachts wirklich lebendig, normalerweise bin ich dann im Studio.
Sis: Ich mag den Temperaturabfall nach Sonnenuntergang. Tag und Nacht sind ja wie verschiedene Jahreszeiten hier. Ich nehme mir dann gern die Zeit ein Steak zuzubereiten und es mit den Händen zu essen während ich im Bad bin.
Interview: Wie würden Sie Ihre Musik beschreiben?
Boy: Eigentlich machen wir von DJ Screw beeinflussten R&B. 18+ ist aber auch wie ein Radio-Hörspiel: es gibt zwei Stimmen, die miteinander interagieren und es wird auf eine Melodie verzichtet. Und einer meiner Arbeitskollegen war total begeistert von den House-Einflüssen.
Sis: Mein jüngster Bruder nennt unsere Musik „rap water“. Das gefällt mir.
Interview: Verstehe ich das richtig, Sie spielen Hip Hop Samples langsamer ab, fügen Sounds aus dem Drumcomputer dazu und rappen und singen?
Boy: Das ist eine nachvollziehbare Interpretation, die Antwort ist aber: Ja und Nein. Samples haben wir bisher nur für unser „m1xtape“ benutzt. Für die meisten Sachen benutzen wir „Logic“.
Sis: Boy macht die Beats. Ich nehme die meisten meiner Vocals im Bett oder auf meinem Fußboden auf. Je gemütlicher desto besser. Bis vor kurzem habe ich mit Kopfhörern, iPhone, einem Laptop und einem Glass warmen Wassers aufgenommen. „Drawl“ ist so entstanden, um 8 Uhr morgens.
Interview: Wie kam es dazu, dass Sie Teil der Prada-Kampagne wurden?
Boy: Durch eine Email. Die Leute denken oft, dass es zu einer Zusammenarbeit zwischen uns und Steven Meisel kam, aber die haben uns einfach nur ein Angebot für das Instrumental geschickt, das es bei YouTube zu Hören gab und wir haben akzeptiert. Wir wussten nicht mal wer Meisel war bevor das Video rauskam. Ich war aber sehr zufrieden damit. Ich mag es, wie synthetisch die Models aussehen.
Interview: Und wer macht Ihre Videos?
Sis: Wir wühlen uns durch viele Fantasien: Kopieren, fügen ein, sammeln, kürzen. Es ist als wäre man gleichzeitig Koch und Dieb. Ich verliere mich oft in den ganzen Möglichkeiten: Outfits, Umgebungen, Haare, Schuhe.
Interview: Arbeiten Sie an einem Album?
Sis: Ja.
Boy: Unsere erste EP kommt im Februar auf „No Pain In Pop“. Ich denke, wir machen erst ein paar EP’s und Singles. Wir experimentieren immer noch sehr viel herum.
– Laura Ewert
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Interview: Wer sind Sie?
Boy: 18+
Interview:Wie alt sind Sie?
Boy: 18+
Sis: Ich bin jünger als er.
Interview:Warum wollen Sie nicht, dass man Ihre Gesichter sieht?
Boy: Anonymität ist Luxus.
Sis: Ich mag mein Haar lieber. Außerdem gibt es Billionen von Alternativen zu unseren Gesichtern.
Interview: Was machen Sie so tagsüber?
Boy: Mich mit der „Adobe Creative Suite“ beschäftigen und Al Pastor Quesadillas essen.
Sis: Ich füttere meinen Hund, träume von einem Leben auf einer Insel, mache mir Notizen und benehme mich so wie die Muppets.
Interview: Und nachts?
Boy: Ich bin nur nachts wirklich lebendig, normalerweise bin ich dann im Studio.
Sis: Ich mag den Temperaturabfall nach Sonnenuntergang. Tag und Nacht sind ja wie verschiedene Jahreszeiten hier. Ich nehme mir dann gern die Zeit ein Steak zuzubereiten und es mit den Händen zu essen während ich im Bad bin.
Interview: Wie würden Sie Ihre Musik beschreiben?
Boy: Eigentlich machen wir von DJ Screw beeinflussten R&B. 18+ ist aber auch wie ein Radio-Hörspiel: es gibt zwei Stimmen, die miteinander interagieren und es wird auf eine Melodie verzichtet. Und einer meiner Arbeitskollegen war total begeistert von den House-Einflüssen.
Sis: Mein jüngster Bruder nennt unsere Musik „rap water“. Das gefällt mir.
Interview: Verstehe ich das richtig, Sie spielen Hip Hop Samples langsamer ab, fügen Sounds aus dem Drumcomputer dazu und rappen und singen?
Boy: Das ist eine nachvollziehbare Interpretation, die Antwort ist aber: Ja und Nein. Samples haben wir bisher nur für unser „m1xtape“ benutzt. Für die meisten Sachen benutzen wir „Logic“.
Sis: Boy macht die Beats. Ich nehme die meisten meiner Vocals im Bett oder auf meinem Fußboden auf. Je gemütlicher desto besser. Bis vor kurzem habe ich mit Kopfhörern, iPhone, einem Laptop und einem Glass warmen Wassers aufgenommen. „Drawl“ ist so entstanden, um 8 Uhr morgens.
Interview: Wie kam es dazu, dass Sie Teil der Prada-Kampagne wurden?
Boy: Durch eine Email. Die Leute denken oft, dass es zu einer Zusammenarbeit zwischen uns und Steven Meisel kam, aber die haben uns einfach nur ein Angebot für das Instrumental geschickt, das es bei YouTube zu Hören gab und wir haben akzeptiert. Wir wussten nicht mal wer Meisel war bevor das Video rauskam. Ich war aber sehr zufrieden damit. Ich mag es, wie synthetisch die Models aussehen.
Interview: Und wer macht Ihre Videos?
Sis: Wir wühlen uns durch viele Fantasien: Kopieren, fügen ein, sammeln, kürzen. Es ist als wäre man gleichzeitig Koch und Dieb. Ich verliere mich oft in den ganzen Möglichkeiten: Outfits, Umgebungen, Haare, Schuhe.
Interview: Arbeiten Sie an einem Album?
Sis: Ja.
Boy: Unsere erste EP kommt im Februar auf „No Pain In Pop“. Ich denke, wir machen erst ein paar EP’s und Singles. Wir experimentieren immer noch sehr viel herum.
– Laura Ewert