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	<title>INTERVIEW MAGAZINE GERMANY</title>
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	<description>INTERVIEW MAGAZINE GERMANY</description>
	<pubDate>Fri, 24 May 2013 07:27:46 +0000</pubDate>
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		<title>Interview: Minimarket</title>
				
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		<pubDate>Fri, 24 May 2013 07:27:46 +0000</pubDate>

		<dc:creator>INTERVIEW MAGAZINE GERMANY</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[24/05/2013, daily]]></category>

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		<description>Die drei schwedischen Schwestern von Minimarket haben exklusiv für den Berliner Store Baerck einen Schuh entworfen. Wir haben die Gelegenheit genutzt und mit den Dreien über Schuhe (müssen klobig sein!), Nudelsalat (nur von Mutti!) und Mode-Kooperationen (Schuld ist die Wirtschaftskrise!) gesprochen.
.
&#60;img src="http://payload168.cargocollective.com/1/1/58834/5673916/Minimarket_Portrait 2_640.jpg" width="640" height="426" width_o="1280" height_o="853" src_o="http://payload168.cargocollective.com/1/1/58834/5673916/Minimarket_Portrait 2_o.jpg" data-mid="30635213"  border="0" align="left"/&#62;
Von links nach rechts: Pernilla, Sofie und Jennifer Elvestedt, Foto: Minimarket
.
Interview: Sie drei haben mit Minimarket einen Schuh speziell für den Berliner Shop Baerck entworfen. Warum fiel Ihre Wahl genau auf Baerck und Berlin?

Sofie Elvestedt: Wir arbeiten schon länger mit Baerck zusammen. Dann haben sie uns jetzt gefragt, ob wir nicht einen Schuh für sie entwerfen wollen würde. Das fanden wir eine gute Idee und haben uns an die Arbeit gemacht. 

Pernilla Elvestedt: Ich habe außerdem mal zwei Monate in Berlin gewohnt und von hier aus für Minimarket gearbeitet. In Stockholm waren wir abends nach der Arbeit immer fertig und sind einfach schlafen gegangen. Das war hier komischerweise anders! Ich habe Berlin also in guter Erinnerung.

Jennifer Elvestedt: Ich war damals auch dabei. Nur Sofie konnte nicht.

Sofie: Hey, ich musste zuhause Kind und Hund hüten! 

Interview: Plateauschuhe, wie Sie Drei sie gerade tragen, sind typisch für Minimarket.

Jennifer: Ja, Plateaus und Keilabsätze. Und flache Schuhe auch.

Pernilla: Ich persönlich mag kleine Schuhe nicht, weil sie mir das Gefühl geben dick, irgendwie überdimensioniert zu sein. In kleinen, feinen Schuhen fühle ich mich wie ein Nerd.

Sofie: In letzter Zeit haben wir aber angefangen, auch vermehrt High Heels zu entwerfen, weil wir neuerdings mit einem italienischen Schuhhersteller arbeiten. Unseren Plateausohlen werden wir aber nicht untreu!

Interview: Tragen Sie ausschließlich Ihre eigenen Designs?

Alle Drei: Natürlich!

Jennifer:  Fast immer.

Sofie: Ich habe zusätzlich dazu noch eine große Vintage Sammlung, vor allem, was Schuhe angeht. In letzter Zeit shoppe ich aber eher Babyklamotten.

Interview: Jetzt klingt es so, als würden Sie ein Schuhlabel betreiben. Das stimmt aber gar nicht.

Pernilla: Nein, natürlich nicht, wir stellen eben beides her, Kleidung und Schuhe. Die Schuhe waren sogar eher ein Zufall...

Jennifer: ...wir hatten ein Fotoshooting, zu dem die Schuhe, die wir brauchten, einfach nicht ankamen und das arme Model musste dann immer solche Posen machen, dass man die Füße nicht sah, oder im Springen ihre Füße aus dem Bild heraushalten. 

Sofie: Deswegen haben wir uns dann gedacht: Okay, wieso machen wir nicht einfach unsere eigenen Schuhe? 

Jennifer: Als wir damit angefangen haben, hat kaum ein anderes skandinavisches Label seine eigenen Schuhe hergestellt. Wir waren praktisch die ersten.

Interview: Der Cut Out Schnürschuh ist wohl Ihr erfolgreichstes Modell, es kommt in jeder Ihrer Kollektionen vor und wurde oft kopiert. Hat Sie das wütend gemacht?

Sofie: Sehr wütend sogar. 

Jennifer: Wir haben leider nicht die finanziellen Mittel, große Konzerne zu verklagen.

Interview: Warum ist dieser Schuh so erfolgreich?

Pernilla: Weil er bequem und simpel ist. Schöne Sommerschuhe zu finden ist nicht einfach. Der Cut Out Schnürschuhe passt zu allen möglichen Anlässen.

Interview: Nun zu dem Schuh, den Sie für Baerck designed haben. Wenn er eine Person wäre, wie wäre die so drauf?

Pernilla: Für mich ist dieser Schuh ein Mann.

Sofie: Niemals! Der Schuh ist natürlich eine Frau. Sie ist ein bisschen verrückt und verspielt, aber ab und zu auch mal ein bisschen traurig.

Jennifer: Vielleicht kommt sie aus Las Vegas und trägt einen Cowboyhut.

Sofie: Was denken Sie denn?

Interview: Vielleicht ist die Schuh-Person ein bisschen konfus.

Sofie: Ja, sie ist ein bisschen verwirrt, so wie wir alle. Der Schuh ist also ein typisches Mädchen. Das Zebramuster wird übrigens in unserer nächsten Kollektion zu sehen sein, auch kombiniert zu ganz unterschiedlichen Farben. 

Jennifer: Der Schuh ist eine Art Preview darauf.

Interview: Wie viel von Ihnen Dreien steckt persönlich in diesem Schuh?

Pernilla: Sehr viel, wir haben alle an ihm, oh, Entschuldigung, an ihr natürlich, gearbeitet. Wir alle haben bestimmt, wie der Schuh aussehen wird. Mein Anteil ist vielleicht der Zebraprint.

Sofie: Quatsch, das ist doch mein Part! Ich hatte mal ein so tolles Paar Vintage Schuhe mit Zebraprint, die mir auf einer Party geklaut wurden. Das war schrecklich.

Pernilla: Ok, wir hatten also alle Anteil am Zebraprint, wer zur Hölle ist für die Farben verantwortlich? (lacht)

Jennifer: Ich würde sagen Pernilla.

Interview: Aber das Wetter hier ist so schlecht, für Berlin hätten Sie besser Boots entworfen.

Sofie: Gute Idee! Das wäre aber leider gar nicht möglich gewesen. Die Silhouette des Schuhs ist eine, mit der wir immer wieder arbeiten. Etwas anderes wäre in den zwei Wochen, in denen der Schuh erdacht und produziert wurde, gar nicht möglich gewesen.

Interview: Was denken Sie eigentlich über die Klischees, die es über skandinavische Mode gibt?

Pernilla: Die Leute denken immer, dass wir mit Minimarket ein großes Modehaus wären. Sind wir aber gar nicht. Wir sind sieben Leute im Büro.

Sofie: Unser Stil ist eben schon skandinavisch. Relativ einfach, keine großen Tricks. Es geht mehr um Farben, Muster und Materialien. Wir von Minimarket sind damit vielleicht mutiger als andere skandinavische Labels.

Interview: Wieso gehen Modelabels in den letzten Jahren so viele Kooperationen ein? Ständig kommt eine Neue, es hat Überhand genommen.

Pernilla: Bis jetzt haben wir das noch nicht so oft gemacht.

Sofie: Modedesigner spüren die Wirtschaftskrise sehr deutlich. Da muss man kreativ sein und auch auf die Händler und Läden zugehen. Die Presse braucht ja auch immer wieder neue Anlässe, um über das Label oder eben den Shop zu berichten.

Jennifer: Ansonsten hat man nur die Fashion Weeks und keine Anlässe dazwischen. So hält man die Marke lebendig. Man muss Präsenz zeigen.

Interview: Sehen Sie Minimarket eigentlich immer noch als Familienunternehmen?

Jennifer: Definitiv. Wir Drei haben unsere bestimmten Aufgabenbereiche.

Interview: Entscheiden Sie über jeden Schritt zusammen?

Pernilla: Früher haben wir uns nur gestritten, weil wir über jeden Schritt zusammen entscheiden wollten. Das hat aber nicht funktioniert. Jetzt haben wir getrennte Aufgabenbereiche.

Sofie: Die Sommerkollektion 2014 ist die beste und angenehmste Zusammenarbeit, die wir bis jetzt  hatten. Wir haben uns gut miteinander eingependelt.

Interview: Was denken eigentlich Ihre Eltern über Minimarket?

Jennifer: Sie haben sich tatsächlich von uns inspirieren lassen und eine eigene kleine Firma aufgemacht. Sie haben aber nichts mit Mode am Hut.

Interview: Haben sie trotzdem auch einen Einfluss auf Minimarket?

Sofie: Bestimmt, auch wenn wir das nicht aktiv merken. Unsere Mutter hilft uns viel. 

Pernilla: Bei Fashion Weeks macht sie immer Nudelsalat für fünfzig Leute! (lacht)



.
&#60;img src="http://payload168.cargocollective.com/1/1/58834/5673916/DSC_4351_b_640.jpg" width="640" height="426" width_o="1280" height_o="852" src_o="http://payload168.cargocollective.com/1/1/58834/5673916/DSC_4351_b_o.jpg" data-mid="30668754" caption="Minimarket X Baerck, Foto: Linus Dessecker" border="0" align="left"/&#62;&#60;img src="http://payload168.cargocollective.com/1/1/58834/5673916/DSC_4380_shoe_640.jpg" width="640" height="426" width_o="1280" height_o="852" src_o="http://payload168.cargocollective.com/1/1/58834/5673916/DSC_4380_shoe_o.jpg" data-mid="30668756" caption="Minimarket X Baerck, Foto: Linus Dessecker" border="0" align="left"/&#62;&#60;img src="http://payload168.cargocollective.com/1/1/58834/5673916/DSC_4420_shoe_640.jpg" width="640" height="426" width_o="1280" height_o="852" src_o="http://payload168.cargocollective.com/1/1/58834/5673916/DSC_4420_shoe_o.jpg" data-mid="30668757" caption="Minimarket X Baerck, Foto: Linus Dessecker" border="0" align="left"/&#62;
.



Der für Baerck entworfene Schuh von Minimarket ist für 250 € ab sofort erhältlich. Weitere Informationen finden Sie hier.



- Hella Schneider </description>
		
		<excerpt>Die drei schwedischen Schwestern von Minimarket haben exklusiv für den Berliner Store Baerck einen Schuh entworfen. Wir haben die Gelegenheit genutzt und mit den...</excerpt>

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	</item>
		
		
	<item>
		<title>Meine Bücher: Max Monnehay</title>
				
		<link>http://blog.interview.de/Meine-Bucher-Max-Monnehay</link>

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		<pubDate>Fri, 24 May 2013 06:23:38 +0000</pubDate>

		<dc:creator>INTERVIEW MAGAZINE GERMANY</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[24/05/2013, daily]]></category>

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		<description>Diese Woche verrät uns Max Monnehay ihre liebsten und wichtigsten Bücher. Die Schriftstellerin gilt seit Erscheinen ihres ersten Romans "Corpus Christine" als das Wunderkind der französischen Literatur. Ihr neuer Roman "Dorf der Idioten" ist soeben erschienen.
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&#60;img src="http://payload168.cargocollective.com/1/1/58834/5666872/Max_Monnehay Kopie_640.jpg" width="640" height="964" width_o="948" height_o="1429" src_o="http://payload168.cargocollective.com/1/1/58834/5666872/Max_Monnehay Kopie_o.jpg" data-mid="30594769"  border="0" align="left"/&#62;
Max Monnehay, Foto: Hermance Triay
.
Interview: Welche Bücher liegen momentan auf Ihrem Nachttisch?

Max Monnehay: Gerade habe ich "The Concrete Blonde" von Michael Connelly zu Ende gelesen. Ich lese zurzeit viele Krimis und Thriller, weil ich in meinem dritten Roman mit Elementen aus diesem Genre spielen möchte.

Interview: Welches war das letzte wirklich großartige Buch, das Sie gelesen haben?

Monnehay: Das letzte war "Indignation" von Philip Roth. Dieses Buch habe ich vor einigen Monaten gelesen. Das Beschreiben von ein paar Wochen aus dem Leben eines jungen Mannes reichen aus, um alles (oder fast alles) vom Leben, dem Tod, von der Absurdität der Welt und ihrer Schönheit zu erzählen. Es ist die Komplexität seiner Sicht, manchmal die Vielseitigkeit und die Unerbittlichkeit gegenüber der Menschlichkeit, die Philip Roths Buch für mich so faszinierend machen.

Interview:Und Ihr Lieblingsbuch als Kind?

Monnehay: "Die drei Musketiere" von Alexandre Dumas. Ich habe es mit der Taschenlampe unter der Bettdecke bis mitten in der Nacht gelesen und bin dann am nächsten Morgen regelmäßig in der Schule eingeschlafen.

Interview: Gibt es ein Buch, das Ihr Leben verändert hat?

Monnehay: "Ask the Dust" von John Fante. Durch diesen Roman, den ich in seinem Gesamtwerk entdeckt habe, ist er mein literarischer Gott geworden. Es gibt eine Stärke bei diesem Schriftsteller, eine poetische Brutalität, die ich sonst nirgends gelesen habe und genau das ist es, was mich so fasziniert.

Interview: Gibt es denn einen Klassiker, der Sie vollkommen kalt gelassen hat?

Monnehay: Molière langweilt mich zu Tode. Ich habe schreckliche Erinnerungen an Schulbesuche im Theater, wo uns systematisch seine Stücke aufgezwungen wurden.

Interview: Wo lesen Sie am liebsten?

Monnehay: In der Bahn kann ich am besten lesen, weil es dort nichts gibt, was mich ablenkt. Denn ansonsten habe ich Schwierigkeiten, mich lange auf eine Sache zu konzentrieren, also mehrere Stunden hintereinander zu lesen.

Interview: Welche literarische Figur hat Sie nachhaltig beeindruckt?

Monnehay: Alle vollkommen verrückten Protagonisten von Chuck Palahniuk. Ich habe eine gewisse Schwäche für Kranke und Neurotiker. Sie sind die Essenz für die Funktionsstörungen unserer Gesellschaft.



"Dorf der Idioten" ist bei Bastei Lübbe erschienen. Weitere Informationen finden Sie hier.



- Hella Schneider </description>
		
		<excerpt>Diese Woche verrät uns Max Monnehay ihre liebsten und wichtigsten Bücher. Die Schriftstellerin gilt seit Erscheinen ihres ersten Romans "Corpus Christine" als das...</excerpt>

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	</item>
		
		
	<item>
		<title>Beauty-Talk: Nicole Hogerzeil</title>
				
		<link>http://blog.interview.de/Beauty-Talk-Nicole-Hogerzeil</link>

		<comments>http://blog.interview.de/following/blog.interview.de/Beauty-Talk-Nicole-Hogerzeil</comments>

		<pubDate>Fri, 24 May 2013 04:05:43 +0000</pubDate>

		<dc:creator>INTERVIEW MAGAZINE GERMANY</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[24/05/2013, daily]]></category>

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		<description>Die Berliner Boutique Schwarzhogerzeil ist Anlaufstelle für stilbildende Frauen aus der ganzen Welt. Die Besitzerin Nicole Hogerzeil, die unter anderem Isabel Marant nach Deutschland brachte, hat ein sicheres Gespür für Trends, die kommen und nicht sofort wieder gehen

.
&#60;img src="http://payload168.cargocollective.com/1/1/58834/5679986/StefanHeinrichs_Nicole Hogerezeil_640.jpg" width="640" height="960" width_o="682" height_o="1024" src_o="http://payload168.cargocollective.com/1/1/58834/5679986/StefanHeinrichs_Nicole Hogerezeil_o.jpg" data-mid="30665984"  border="0" align="left"/&#62;
Nicole Hogerzeil, Foto: Stefan Heinrichs
.

INTERVIEW: Womit haben Sie sich als junge Frau zuerst geschminkt?

Nicole HOGERZEIL: Mit Lippenstiften von Pupa, die gab es damals in einem Laden in Hamburg. Sie hatten eine rote Verpackung mit Spiegel. Geschminkt hat man sich ja damals wie verrückt mit Kajal, Make-up, Puder, und das zu einer Zeit, in der man es ja gar nicht hätte machen müssen.

INTERVIEW: Und heute?

HOGERZEIL: Nur ein bisschen Rouge oder einen Lippenstift, wenn ich ausgehe. Ich benutze "Rouge Coco Shine" von Chanel. Damit sieht man aus, als hätte man keinen Lippenstift drauf, sondern richtig gut durchblutete, volle Lippen.

INTERVIEW: Sind Sie, was Ihre Pflege angeht, eher ein konservativer oder experimenteller Typ?

HOGERZEIL: Ich probiere gerne Sachen aus, aber ich benutze inzwischen nur noch Naturkosmetik. Allerdings muss man sich an die erst gewöhnen. Die Cremes ziehen zum Beispiel nicht so schnell ein, aber dafür fühlt sich die Haut gut an, und die Produkte haben keinen aufdringlichen Duft.

INTERVIEW: Verkaufen Sie bei Schwarzhogerzeil auch Kosmetik?

HOGERZEIL: Ja, "This Works", das ist Naturkosmetik aus London. Die haben unkonventionelle Produkte wie zum Beispiel die Fußcreme "perfect heels rescue balm", die nicht fettet und vor Blasen schützt. 

INTERVIEW: Welche Behandlungen empfehlen Sie in Berlin?

HOGERZEIL: Die beste Maniküre und Pediküre gibt’s im Soho House. Es geht schnell, die wickeln alles in Folie ein. Einfach bombig. 

INTERVIEW: In Ihren Shop kommen jede Woche Hunderte Frauen. Sehen Sie einen neuen Beauty-Trend?

HOGERZEIL: Ich sehe, dass viele Frauen ungeschminkt sind. Hier gehört das zum Look dazu. Ich erkenne sofort, wenn Frauen aus anderen Städten kommen, weil sie oft geschminkt sind. Und zwar das volle Programm.


Dieses Gespräch finden sie in der aktuellen Juni-Ausgabe von Interview. Das Heft können sie hier bestellen.



.
&#60;img src="http://payload168.cargocollective.com/1/1/58834/5679986/schwarzhogerzeil02_640.jpg" width="640" height="427" width_o="1280" height_o="854" src_o="http://payload168.cargocollective.com/1/1/58834/5679986/schwarzhogerzeil02_o.jpg" data-mid="30665990" caption="Schwarzhogerzeil, Foto: Ludger Paffrath" border="0" align="left"/&#62;&#60;img src="http://payload168.cargocollective.com/1/1/58834/5679986/schwarzhogerzeil03_640.jpg" width="640" height="468" width_o="1280" height_o="936" src_o="http://payload168.cargocollective.com/1/1/58834/5679986/schwarzhogerzeil03_o.jpg" data-mid="30665992" caption="Schwarzhogerzeil, Foto: Ludger Paffrath" border="0" align="left"/&#62;&#60;img src="http://payload168.cargocollective.com/1/1/58834/5679986/schwarzhogerzeil05_640.jpg" width="640" height="427" width_o="1280" height_o="854" src_o="http://payload168.cargocollective.com/1/1/58834/5679986/schwarzhogerzeil05_o.jpg" data-mid="30665995" caption="Schwarzhogerzeil, Foto: Ludger Paffrath" border="0" align="left"/&#62;&#60;img src="http://payload168.cargocollective.com/1/1/58834/5679986/schwarzhogerzeil06_640.jpg" width="640" height="463" width_o="1280" height_o="927" src_o="http://payload168.cargocollective.com/1/1/58834/5679986/schwarzhogerzeil06_o.jpg" data-mid="30665997" caption="Schwarzhogerzeil, Foto: Ludger Paffrath" border="0" align="left"/&#62;&#60;img src="http://payload168.cargocollective.com/1/1/58834/5679986/schwarzhogerzeil07_640.jpg" width="640" height="427" width_o="1280" height_o="854" src_o="http://payload168.cargocollective.com/1/1/58834/5679986/schwarzhogerzeil07_o.jpg" data-mid="30665998" caption="Schwarzhogerzeil, Foto: Ludger Paffrath" border="0" align="left"/&#62;
.

Weitere Informationen zum Shop "Schwarzhogerzeil" in Berlin finden sie hier.



- Heike Blümner</description>
		
		<excerpt>Die Berliner Boutique Schwarzhogerzeil ist Anlaufstelle für stilbildende Frauen aus der ganzen Welt. Die Besitzerin Nicole Hogerzeil, die unter anderem Isabel...</excerpt>

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	</item>
		
		
	<item>
		<title>Max Riemelt &#38; Hanno Koffler</title>
				
		<link>http://blog.interview.de/Max-Riemelt-Hanno-Koffler-1</link>

		<comments>http://blog.interview.de/following/blog.interview.de/Max-Riemelt-Hanno-Koffler-1</comments>

		<pubDate>Thu, 23 May 2013 09:44:25 +0000</pubDate>

		<dc:creator>INTERVIEW MAGAZINE GERMANY</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[23/05/2013, daily]]></category>

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		<description>Brokeback Mountain in Ludwigsburg: Max Riemelt und Hanno Koffler spielen in "Freier Fall" zwei Polizisten, die sich ineinander verlieben – und da dies nicht kompliziert genug ist, wird der eine auch noch Vater … Ihre Kollegin Henriette Müller traf das neue Traumpaar des deutschen Films zum Verhör
.
&#60;img src="http://payload168.cargocollective.com/1/1/58834/5673098/_MG_5675_640.jpg" width="640" height="426" width_o="1280" height_o="853" src_o="http://payload168.cargocollective.com/1/1/58834/5673098/_MG_5675_o.jpg" data-mid="30634789" caption="Max Riemelt und Hanno Koffler, Fotos: Jonas Lindstroem, Styling: Klaus Stockhausen, Riemelt: Pullover: Calvin Klein Collection, Koffler: Tanktop: Hanro, Jacke: Balmain" border="0" align="left"/&#62;&#60;img src="http://payload168.cargocollective.com/1/1/58834/5673098/_MG_5019_640.jpg" width="640" height="426" width_o="1280" height_o="853" src_o="http://payload168.cargocollective.com/1/1/58834/5673098/_MG_5019_o.jpg" data-mid="30634791" caption="Hanno Koffler und Max Riemel , Fotos: Jonas Lindstroem, Styling: Klaus Stockhausen, beide: Pullover: Mugler" border="0" align="left"/&#62;
.

Henriette Müller: Hanno, schau mal, ich habe noch nachträglich ein Geburtstagsgeschenk für dich.

Hanno Koffler: Nee! Ach Quatsch!

Müller: Doch, ich hab ein paar Bilder von unserem gemeinsamen Dreh von "Auslandseinsatz" rausgesucht, weil der Film für mich so was wie der Startschuss für dieses Interview ist.

Koffler: Toll, ich habe nämlich überhaupt keine Fotos von dem Dreh. Guckt mal, da bin ich mit Schlumpfmütze drauf.

Max Riemelt: Hanno, der Wüstenschlumpf!

Müller: Eigentlich hab ich nach einem Foto von uns dreien gesucht. Es gibt so ein ganz tolles, da sind wir alle mit Militärklamotten drauf, das ist ganz geil. 

Hanno: Das freut mich total, Jette.

Müller: Ich habe das Gefühl, dass es ohne "Auslandseinsatz" gar nicht möglich gewesen wäre, so einen intensiven und intimen Film zu machen.

Riemelt: Auf jeden Fall. Zumal die Vorstellung, einen schwulen Mann zu spielen, für mich erst mal abstrakt war, und wenn man dann den Regisseur nicht kennt und nicht weiß, was der daraus macht, dann ist es schon wichtig, jemanden neben sich zu haben, auf den man bauen kann. Für mich hätte es außer Hanno auch keinen anderen gegeben. 

Müller: Hanno, du warst ja schon für die Rolle gesetzt?

Koffler: Ja, aber als es dann hieß, dass auch Max für die Rolle des Kay eingeladen wird, dachte ich: „Oh, das wäre toll.“ Und dann waren wir zusammen beim Casting, und das war eher …

Riemelt: … eine Bestätigung.

Koffler: Ja, eine Bestätigung. Als er in den Raum kam, war klar, dass der Film mit uns stattfinden muss.

Riemelt: Der Film ist ja fast eine Fortsetzung. Hanno, weißt du noch die Szene, in der wir uns in "Auslandseinsatz" getrennt haben?

Koffler: Der Moment vor dem Bus?

Riemelt: Ja, da stehen wir so voreinander, und man denkt nur: „Jeden Moment küssen sie sich.“

Koffler: Und da wussten wir ja noch gar nicht, dass wir wieder zusammenarbeiten werden. 

Müller: Ich habe mir den Film ja heute noch einmal angesehen, und ich finde es so krass, wie sehr ihr in Freier Fall eigentlich ihr selbst seid. Ich habe jedenfalls noch keinen anderen Film mit euch gesehen, wo ihr so sehr Hanno und Max seid.

Koffler: Echt?

Müller: Ja, was verrückt ist, weil ihr euch im Film ja ineinander verliebt – aber ihr seid so natürlich dabei. Was mir bei euch übrigens als Gemeinsamkeit auffällt, ist euer Ehrgeiz. In vielen Punkten seid ihr ja ganz unterschiedlich, aber dieser Ehrgeiz … Puh!

Riemelt: Was bist du denn für ein Sternzeichen?

Koffler: Widder. Und du?

Riemelt: Steinbock.

Koffler: Welcher Aszendent?

Riemelt: Löwe, haha.

Koffler: Ich bin Doppel-Widder. Na ja, wir sind schon beide sehr ehrgeizig, aber Ehrgeiz kann ja auch schnell zu einem Krampf werden.

Müller: Gut, dass du das erwähnst. Denn dazu neigst du manchmal. Und Max ist dann derjenige, der dich da wieder rausholt. Ihr ergänzt euch da ganz toll.

Koffler: Stimmt. Man kann schon sagen, dass ich an viele Sachen zu sehr mit dem Kopf rangehe und sie gedanklich zu gründlich auseinandernehme.

Riemelt: Und ich bin der intuitive Hallodri, haha. 

Koffler: Es war auch so lustig, als wir zu Drehbeginn im Hotel angekommen sind …

Riemelt: … da hatte Hanno schon die gesamte Zimmerwand mit Notizen zum Szenenablauf vollgeklebt.

Koffler: Ja, und zwar zu jeder Szene. Also, ich wusste extrem Bescheid, was wann wo passiert, das ganze Drehbuch, alles, bam, bam, bam! Aber dann muss man die Dinge wieder loslassen. Die Vorbereitung ist zwar ganz, ganz wichtig, aber dann muss man fliegen, fallen, in die Freiheit rein.

Müller: Und bei Max lässt du dich eben darauf ein. Das würdest du ja nicht bei jedem können.

Koffler: Ja, genau. Aber ich packe ihn auch beim Schopf, der entkommt mir nicht. Der kann mir nix vormachen, der muss auch in bar bezahlen.



Das vollständige Gespräch finden sie in der aktuellen Juni-Ausgabe von Interview. Das Heft können sie hier bestellen.



.
&#60;img src="http://payload168.cargocollective.com/1/1/58834/5673098/freierfall2_640.jpg" width="640" height="400" width_o="1280" height_o="800" src_o="http://payload168.cargocollective.com/1/1/58834/5673098/freierfall2_o.jpg" data-mid="30634804" caption="Hanno Koffler und Max Riemelt in &#38;quot;Freier Fall&#38;quot;, Bild: Edition Salzgeber" border="0" align="left"/&#62;&#60;img src="http://payload168.cargocollective.com/1/1/58834/5673098/freierfall1_640.jpg" width="640" height="400" width_o="1280" height_o="800" src_o="http://payload168.cargocollective.com/1/1/58834/5673098/freierfall1_o.jpg" data-mid="30634809" caption="Hanno Koffler und Max Riemelt in &#38;quot;Freier Fall&#38;quot;, Bild: Edition Salzgeber" border="0" align="left"/&#62;
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"Freier Fall" kommt am 23. Mai in den deutschen Kinos. Weitere Informationen finden Sie hier.
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		<excerpt>Brokeback Mountain in Ludwigsburg: Max Riemelt und Hanno Koffler spielen in "Freier Fall" zwei Polizisten, die sich ineinander verlieben – und da dies nicht...</excerpt>

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	</item>
		
		
	<item>
		<title>Interview: Shubhankar Ray</title>
				
		<link>http://blog.interview.de/Interview-Shubhankar-Ray</link>

		<comments>http://blog.interview.de/following/blog.interview.de/Interview-Shubhankar-Ray</comments>

		<pubDate>Thu, 23 May 2013 08:36:19 +0000</pubDate>

		<dc:creator>INTERVIEW MAGAZINE GERMANY</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[23/05/2013, daily]]></category>

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		<description>Früher war er David Bowies Tellerwäscher, jetzt gibt er großen Weltmarken die nötige Coolness. Anlässlich der Eröffnung des Berliner G-Star Stores haben wir mit Shubhankar Ray, G-Stars Global Brand Director, gesprochen. Ein Gespräch über die Zukunft von Jeans und Dennis Hoppers Haus.
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&#60;img src="http://payload168.cargocollective.com/1/1/58834/5672758/Shubhankar1 DEF PREFERRED 2_640.jpg" width="640" height="853" width_o="768" height_o="1024" src_o="http://payload168.cargocollective.com/1/1/58834/5672758/Shubhankar1 DEF PREFERRED 2_o.jpg" data-mid="30624368"  border="0" align="left"/&#62;
Shubhankar Ray, Foto: G-Star
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Interview: Shubhankar, wie sind Sie eigentlich an Ihren Job gekommen?

Ray: Durch Zufall. Ich habe in Manchester Chemie studiert, aus dieser Stadt kamen alle meine Lieblingsbands. The Smiths, New Order, Joy Division, damit bin ich aufgewachsen. Mitte der 80er Jahre, als ich studiert habe, war "Hacienda", ein Club in Manchester, einer der besten und bekanntesten Clubs der Welt. Jeder war dort, sogar David Bowie und Prince. Und ich habe dort gearbeitet, zuerst als Tellerwäscher. Wir alle, die wir dort gearbeitet haben, wollten eigentlich Musiker sein.

Interview: Waren Sie auch Musiker?

Ray: Nein, ich war nur DJ. Vor allem wollte ich so sein wie New Order. Sie beherrschten ihre Instrumente auch nicht richtig. Sie waren schlecht und dadurch gut. Mit ihnen konnte man sich identifizieren.

Interview: Sie sind also kein Musiker geworden und auch kein Tellerwäscher geblieben. Wie ging es dann weiter?

Ray: Zunächst habe ich als Chemiker gearbeitet. Das hat mich aber schnell desillusioniert. Dann habe ich mich in London einfach für einen Job bei Levi’s beworben und ihn unter 2000 Bewerbern bekommen. Das war 1991.

Interview: Wieso haben sie Sie genommen?

Ray: Weil ich mich mit Musik auskannte. 

Interview: Dieser Background ist also der Grund, weshalb Sie immer wieder Kunst, Musik, Mode und alle möglich Kulturformen verbinden wollen?

Ray: Ja, das passiert mir einfach so. New Order und Joy Division sind Schuld (lacht).

Interview:  Für G-Star arbeiten Sie schon seit 2006. Eine ganz schön lange Zeit.

Ray: Vorher war ich sechs Jahre bei Camper, davor fünf Jahre bei Caterpillar und davor wiederum fünf Jahre bei Levi’s. Bei G-Star bin ich schon sieben Jahre, ich habe meine Grenze wohl überschritten (lacht).

Interview: Wie haben Sie in diesen sieben Jahren Persönlichkeiten wie Dennis Hopper oder Clémence Poésy für Ihre Kampagnen ausgewählt? 

Ray: Diese Persönlichkeiten wählen wir aus, weil wir sie für Ikonen halten. Sie müssen diese gewisse Rohheit in und an sich haben. Sie tragen natürlicherweise die G-Star DNA in sich. Wir sind ihre Fans und wollen sie feiern. Von Hollywoodikonen wie Dennis Hopper über Hollywoodprinzessinen wie Liv Tyler bis hin zu großen Talenten wie dem Schachspieler Magnus Carlsen war alles dabei.

Interview: Wer ist es gerade?

Ray: Ein Skeletthund. Wir haben die Models durch ihn ersetzt (lacht). Moment mal, ich zeige Ihnen mein Notizbuch (geht und holt ein vollgekritzeltes Buch).

Interview: Oh, da ist Dennis Hopper. Haben Sie unter all diesen Testimonials der letzten Jahren einen Favoriten? Jemanden, der die G-Star DNA am meisten in sich trug?

Ray: Dennis Hopper hat mich tatsächlich sehr beeindruckt. Wir hatten eine tolle Zeit in seinem Haus. Er lebte sein ganzes Leben sehr roh, und auch er selbst, seine Persönlichkeit war noch roh als wir uns damals trafen. Er ist sich immer treu geblieben. 

Interview: Wie würden Sie eigentlich Ihren Job beschreiben?

Ray: Ich habe mit jeder Firma, mit der ich in der Vergangenheit zusammengearbeitet habe, quasi einen Neustart gemacht, eine Neuausrichtung. Es ist wie, wenn man einen Computer herunterfährt und ihn dann neustartet. In dieser Zwischenzeit passiert eine Menge in dem Computer. 

Interview: Und das, was in der Zwischenzeit passiert, ist Ihr Job.

Ray: Genau. Ich gebe Marken neue Energie und spiele mit dem Markenimage.

Interview: Wenn Sie über die DNA von G-Star sprechen, was meinen Sie damit genau?

Ray: Die Basis unserer DNA ist die Rohheit, und gewissermaßen auch Reinheit. Alles, was darüber hinausgeht, ist eine moderne Herangehensweise an Jeans.

Interview: Worin zeigt sich das?

Ray: Normalerweise sind Jeans flach und werden auch flach geschnitten, praktisch wie Schnittmuster, nicht wie etwas, das man trägt. Deswegen benutzen wir eine 3D-Technik.

Interview: Was bedeutet das für den Träger?

Ray: Die Jeans twisten sich um den Körper, passen sich genau an unsere Formen an. Darin kann man sich dann besser bewegen, als in anderen Jeans.

Interview: Wie passt diese Technik mit der Rohheit zusammen, von der Sie eben gesprochen haben?

Ray: Rohheit schließt Technologie ja nicht aus, genauso wenig wie Modernität.

Interview: Worin sieht man diese Rohheit außerdem?

Ray: Besonders gut wohl in unseren Kampagnen, die meist von Anton Corbijn fotografiert werden. Das sind sehr rohe, zähe, vielleicht auch düstere Bilder. Anton hat unsere DNA sehr gut verstanden. G-Star ist auch eine Philosophie, nicht nur ein Produkt.

Interview: Jeans sind generell eine Philosophie. Sie waren ursprünglich die Hosen der Goldgräber, der Eisenbahnarbeiter – Männer, die Jeans trugen, haben Amerika erfunden.

Ray: Richtig. Da kommt es her. Und in den 50ern und 60ern waren Jeans essentiell für das Entstehen von Jugendkulturen und Rock’n’Roll. Durch all das konnten Jeans Geschmacks-, Alters- und Gesellschaftsgrenzen überwinden. Jeans sind universell. 

Interview: Heute sind Jeans Teil des alltäglichen Lebens.

Ray: Ja, und sobald Sie das sagen, sind sie auch Teil unserer Kultur. 

Interview: Außerdem sind Jeans heute immer individueller geworden. Sie scheinen heute wie fast alles, was wir besitzen, Ausdruck unserer Persönlichkeit sein zu müssen.

Ray: Es ist eigentlich ein totaler Widerspruch. Jeder Kunde will als Individuum gesehen und behandelt werden aber jeder liebt die Massenkultur. Das führt dann zu dieser sehr komischen Situation, die ich gerne als Massen-Sonderanfertigung bezeichne. 

Interview: Ist das eine besondere Herausforderung für Sie?

Ray: Natürlich. Der Innovationsgrad muss sehr hoch gehalten werden. Jeder Kunde will ein kleines bisschen eine Sonderanfertigung erhalten. 

Interview: Wie machen Sie das?

Ray: Wir haben beispielsweise ein Pop-Up-Atelier, das immer an anderen Standorten Halt macht und in dem Kunden sich ihre Jeans individualisieren können. Man kann sich Farben der Nähte und Knöpfe aussuchen sowie Waschungen und Abreibungen, also Effekte, selbst bestimmen. Das ist gar nicht mal so viel teurer als eine normale G-Star Jeans.

Interview: Ist so etwas die Zukunft von Jeans?

Ray: Ich würde eher sagen, dass es eine normale Reaktion darauf ist, was in der Welt passiert. Durch die digitale Kultur passt sich alles immer mehr an den Kunden an.

Interview: Heute eröffnet der neue Berliner G-Star RAW Store. Wie viel Einfluss hatten Sie auf das Konzept des Ladens?

Shubhankar Ray: Für die Ästhetik unserer Läden haben wir quasi immer das gleiche Rezept, so etwas wie ein Schema. Das passen wir an jeden Standort individuell an. Hier in Berlin gibt es beispielsweise eine extra Frauenabteilung mit anderen Umkleidekabinen.

Interview: Als Global Brand Director kümmern Sie sich um solche Feinheiten?

Ray: Natürlich, in meinem Job kümmere ich mich um unser Image, und dafür sind genau solche Feinheiten wichtig. 

Interview: Gibt es Details, die man nur hier in Berlin finden kann?

Ray: Der Berliner Laden ist schon künstlerischer als andere. Wir haben hier zum Beispiel diese Büsten mit Gasmasken, die in der Mitte des Foyers stehen. Das passt doch gut zu Berlin, oder?



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Der neue Berliner G-Star Store ist seit heute am Kurfürstendamm 16 zu finden. Weitere Informationen über G-Star finden Sie hier.



- Hella Schneider </description>
		
		<excerpt>Früher war er David Bowies Tellerwäscher, jetzt gibt er großen Weltmarken die nötige Coolness. Anlässlich der Eröffnung des Berliner G-Star Stores haben wir...</excerpt>

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	</item>
		
		
	<item>
		<title>Downloads der Woche</title>
				
		<link>http://blog.interview.de/Downloads-der-Woche-58</link>

		<comments>http://blog.interview.de/following/blog.interview.de/Downloads-der-Woche-58</comments>

		<pubDate>Thu, 23 May 2013 05:11:36 +0000</pubDate>

		<dc:creator>INTERVIEW MAGAZINE GERMANY</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[23/05/2013, daily]]></category>

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		<description>Frei-Downloads für alle! Mit dabei sind dieses Mal unter anderem ein Hit von Bon Iver, ein Straßenhit, ein Song von Sunny &#38; Gabe der hoffentlich noch ein Hit wird und ein erstes Cover zum neuen Daft Punk Album, auf dem sich ja der (eine oder andere) neue Sommerhit befindet. Das wurde ja auch langsam Zeit.
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&#60;img src="http://payload168.cargocollective.com/1/1/58834/5665922/Pressefoto_Abby_credit_Nico_Woehrle_lang Kopie_640.jpg" width="640" height="427" width_o="1280" height_o="854" src_o="http://payload168.cargocollective.com/1/1/58834/5665922/Pressefoto_Abby_credit_Nico_Woehrle_lang Kopie_o.jpg" data-mid="30626735"  border="0" align="left"/&#62;
Abby, Foto: Nico Woehrle
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1.  Q-Tip ist nicht nur der Rapper mit der coolsten Stimme (klingt wie ein guter Kaugummi schmeckt), er hat auch ein paar wirklich gute Beats produziert. Einer davon kehrt nun dank Sunny &#38; Gabes Song "Clouds" zurück, der wiederum das Potenzial hat, die kommenden Sommerabende noch besser zu machen.
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2. Würde Bon Iver schon unter der Erde liegen, er müsste sich angesichts dieser Covers von "Skinny Love" nicht im Grabe umdrehen. Zum Glück liegt er da aber noch nicht und so ist er vielleicht sogar schon in den Genuss dieser Version von Silent Rider gekommen. 
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3.  "Dreaming" ist fast schon etwas zu gut gelaunt. Das liegt wohl daran, dass Smallpools hier den erleichternden Moment des Erwachens aus einem schweißtreibenden Albtraum besingen. Es gibt ja tatsächlich Tage, an denen das Aufwachen viel mehr Spaß macht, als das Einschlafen.
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4. Hier gibt es die zweite Veröffentlichung von PartyNextDoor, der (wie man hören kann) bei Drakes Label OVO unter Vertrag ist. Mit "Wus Good/ Curious"  macht er seinem Namen nicht gerade alle Ehre, aber liefert immerhin einen weiteren Lovesong. Von denen kann es ja eigentlich nie genug geben. 
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5.  Die Band heißt Crocodiles und ihr Song "Cockroach". Das sollte als Erklärung reichen. 



6. Nicht nur der Dude weiß, dass Milch und Whiskey sich gut vertragen. Auch bis nach London, wo das Duo Whilk and Misky lebt, hat sich das längst herumgesprochen. "Darklands" dauert sieben Minuten - da bietet es sich an, schon mal ein großes Glas anzurühren und in das Gekicher, das ab der 20. Sekunde einsetzt, einzustimmen. 
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7. Abby heißt eine Berliner Band, die in letzter Zeit vor allem mit ihren Qualitäten als nicht zu verpassender Live-Act von sich Reden macht. Auf ihrer Facebook Seite verschenkt sie gerade "Wings &#38; Feathers", im Sommer sind Abby auf Festival-Tour. 



8. "ETC" ist ein Song, bei dem irgendwie alles genau am richtigen Platz sitzt. Es ist das Comeback von Francis and The Lights, der auch unter dem grandiosen Bühnennamen Francis Starewell Starlite auftritt. Woher kehrt er zurück und vor allem, wo war er davor?
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9.  U.E.N.O. steht für "You don't even know it" und war wohl so eine Art Street-Hit. Ihre Street-Credibility stellen die darauf vertretenen Rapper mit links und Augen zu unter Beweis. Über Black Hippy und ihren U.E.N.O.-Remix kann man das auch sagen. 
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10. Es ist soweit, der erste Remix zum neuen Daft Punk Album wird verschenkt. Er kommt von The Hood Internet, der die Franzosen mit Kanye West zusammenbringt. Aus "Good Life" und "Doin’ It Right" wird "Doin' It Good" und das Ergebnis stimmt.
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- Katharina Böhm</description>
		
		<excerpt>Frei-Downloads für alle! Mit dabei sind dieses Mal unter anderem ein Hit von Bon Iver, ein Straßenhit, ein Song von Sunny &#38; Gabe der hoffentlich noch ein Hit wird...</excerpt>

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	</item>
		
		
	<item>
		<title>Juni-Ausgabe: George Condo</title>
				
		<link>http://blog.interview.de/Juni-Ausgabe-George-Condo</link>

		<comments>http://blog.interview.de/following/blog.interview.de/Juni-Ausgabe-George-Condo</comments>

		<pubDate>Wed, 22 May 2013 11:10:27 +0000</pubDate>

		<dc:creator>INTERVIEW MAGAZINE GERMANY</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[22/05/2013, daily]]></category>

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		<description>Wie seine großen Vorbilder Goya und Picasso ist auch der Amerikaner George Condo ein Maler seelischer Extremzustände. Seine Bilder und Skulpturen sind voller manischer, tragischer, hysterischer und kaputter Gestalten. Anlässlich seiner Ausstellungen in Berlin und Venedig öffnete George Condo sein Atelier für INTERVIEW – und malte exklusiv für unsere Kunst-Ausgabe ein Titelbild, das auf 888 Stück limitiert ist. Jeder dieser limitierten Ausgaben liegt außerdem ein Kunstdruck von George Condos "Lingerie Model" bei.
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&#60;img src="http://payload168.cargocollective.com/1/1/58834/5665787/INT_06_13_Condo_RGB_72_640.jpg" width="640" height="832" width_o="787" height_o="1024" src_o="http://payload168.cargocollective.com/1/1/58834/5665787/INT_06_13_Condo_RGB_72_o.jpg" data-mid="30587723" caption="George Condos &#38;quot;Redining Nude&#38;quot; auf dem Cover von Interview, auf 888 Stück limitiert; Foto: George Condo für Interview Deutschland" border="0" align="left"/&#62;&#60;img src="http://payload168.cargocollective.com/1/1/58834/5665787/Model_031913_640.jpg" width="640" height="874" width_o="749" height_o="1024" src_o="http://payload168.cargocollective.com/1/1/58834/5665787/Model_031913_o.jpg" data-mid="30595800" caption="George Condos &#38;quot;Lingerie Model&#38;quot;, dessen Kunstdruck es bei der auf 888 Stück limitierten Ausgabe dazu gibt; Foto: George Condo für Interview Deutschland" border="0" align="left"/&#62;
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Über Vorbilder:

"Picassos blaue Periode bestand im Prinzip nur aus Bettlern, Pennern und Vagabunden. Das sind die Leute, mit denen auch ich mich am liebsten auseinandersetze."


Über seine Musen:

"Wenn ich mir eine Figur ausdenke, sie also male, dann existiert sie eigentlich schon so lange wie ich selbst"



Über die Figuren seiner Kunst:

"Die menschlichen Desaster sind quasi an ihrem Höhepunkt angelangt. Sie sind so weit mutiert, wie es nur ging, und nun habe ich sie eingefroren."



Über Überraschungen:

"Plötzlich merkst du dann, dass deine Arbeiten andere Menschen erreichen und ihnen etwas bedeuten."
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&#60;img src="http://payload168.cargocollective.com/1/1/58834/5665787/GCO_Compounded_Figures_20623_hi_640.jpg" width="640" height="525" width_o="1246" height_o="1024" src_o="http://payload168.cargocollective.com/1/1/58834/5665787/GCO_Compounded_Figures_20623_hi_o.jpg" data-mid="30587667" caption="George Condo, &#38;quot;Compounded Figures&#38;quot; (2012, acrylic, charcoal &#38;amp; pastel on linen, 165,1 x 203,2 cm); Foto: George Condo/VG Bild-Kunst, Bonn 2013, Courtesy Sprüth Magers Berlin London" border="0" align="left"/&#62;&#60;img src="http://payload168.cargocollective.com/1/1/58834/5665787/GCondo_2013_DiscardedHuman_InkOnPaper_60x80inches_HiRes_640.jpg" width="640" height="472" width_o="1280" height_o="944" src_o="http://payload168.cargocollective.com/1/1/58834/5665787/GCondo_2013_DiscardedHuman_InkOnPaper_60x80inches_HiRes_o.jpg" data-mid="30587672" caption="George Condo, &#38;quot;Discarded Human&#38;quot; (2013, ink on paper, 60 x 80 inches); Foto: George Condo 2013/VG Bild-Kunst, Bonn 2013, Courtesy of the Artist and Skartedt Gallery, New York" border="0" align="left"/&#62;&#60;img src="http://payload168.cargocollective.com/1/1/58834/5665787/RecliningFemale_4113_640.jpg" width="640" height="492" width_o="1280" height_o="984" src_o="http://payload168.cargocollective.com/1/1/58834/5665787/RecliningFemale_4113_o.jpg" data-mid="30587680" caption="George Condo, &#38;quot;Reclining Nude&#38;quot; (2013, ink &#38;amp; gesso on paper, 153,7 x 198,8 cm); Foto: George Condo 2013/VG Bild-Kunst, Bonn 2013, Courtesy of the Artist and Skartedt Gallery, New York" border="0" align="left"/&#62;&#60;img src="http://payload168.cargocollective.com/1/1/58834/5665787/GCondo_2013_ThreeNudes_Ink-AcrylicOnPaper_80x60inches_640.jpg" width="640" height="932" width_o="703" height_o="1024" src_o="http://payload168.cargocollective.com/1/1/58834/5665787/GCondo_2013_ThreeNudes_Ink-AcrylicOnPaper_80x60inches_o.jpg" data-mid="30587684" caption="George Condo, &#38;quot;Three Nudes&#38;quot; (2013, ink &#38;amp; acrylic on paper, 80 x 60 inches); Foto: George Condo 2013/VG Bild-Kunst, Bonn 2013, Courtesy of the Artist and Skartedt Gallery, New York" border="0" align="left"/&#62;
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Die auf 888 Stück limitierte Ausgabe mit dem exklusiv von George Condo gezeichneten Cover ist seriell nummeriert für 150 Euro hier erhältlich, sowie unter condo@interview.de und in ausgewählten Buchhandlungen. 



Jeder dieser limitierten Ausgaben liegt außerdem ein Kunstdruck von George Condos "Lingerie Model" bei.</description>
		
		<excerpt>Wie seine großen Vorbilder Goya und Picasso ist auch der Amerikaner George Condo ein Maler seelischer Extremzustände. Seine Bilder und Skulpturen sind voller...</excerpt>

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	</item>
		
		
	<item>
		<title>Interview: Anish Kapoor</title>
				
		<link>http://blog.interview.de/Interview-Anish-Kapoor</link>

		<comments>http://blog.interview.de/following/blog.interview.de/Interview-Anish-Kapoor</comments>

		<pubDate>Wed, 22 May 2013 06:44:34 +0000</pubDate>

		<dc:creator>INTERVIEW MAGAZINE GERMANY</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[22/05/2013, daily]]></category>

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		<description>Dekonstruktion und Zerstörung, Glätte und Glanz, Unordnung und Chaos - so wirkt die Kunst des indischen Bildhauers Anish Kapoor. Seine Werke, die jetzt im Berliner Martin-Gropius-Bau gezeigt werden, sind so unterschiedlich wie sein Leben zwischen London und Indien. Wir sind mit ihm durch seine neue Ausstellung spaziert. 
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&#60;img src="http://payload167.cargocollective.com/1/1/58834/5657177/Kapoor_13_640.jpg" width="640" height="814" width_o="805" height_o="1024" src_o="http://payload167.cargocollective.com/1/1/58834/5657177/Kapoor_13_o.jpg" data-mid="30537899"  border="0" align="left"/&#62;
Anish Kapoor, Foto: Mark Power / Magnum Photos 
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Interview: Herr Kapoor, die Ausstellung im Martin-Gropius-Bau ist Ihre erste in Berlin. Wie viel Berlin steckt in der Ausstellung? 

Anish Kapoor: Ich habe ja schon häufig gesagt, dass ich als Künstler nichts zu sagen habe. Das ist meine Schlüsselposition. Ich will die Bedeutung meiner Kunst nicht festlegen. 

Interview: Was bedeutet das für Ihre Ausstellungen?

Kapoor: Jeder Besucher hat andere Erfahrungen und nimmt jedes Kunstwerk deswegen unterschiedlich wahr. Intimität ist dabei das A und O, darin liegt die Macht der Kunst. 

Interview: Funktioniert dieses Zusammenspiel gut, hier in diesem alten Gebäude?

Kapoor: Die Gegend und auch der Martin-Gropius-Bau sind gefährliches Territorium. Es ist schön zu sehen, dass sich der Kontext verändert, auch wenn man die Geschichte immer im Kopf haben muss. Ich meine, die Mauer war genau hier, der Krieg hat genau hier stattgefunden. Diese Dinge spielen natürlich eine Rolle, aber illustrieren lässt sich etwas so Unaussprechliches ohnehin nicht. Auch nicht durch die Kunst. 

Interview: Ist Ihnen das schon einmal so begegnet?

Kapoor: Ich habe auch mal eine Ausstellung im Haus der Kunst in München konzipiert. Ich habe dort Werke von mir gezeigt, von denen die meisten vorher schon einmal woanders ausgestellt wurden. Plötzlich wurde mir klar, dass die Ausstellung so gar nicht mehr funktionierte und in diesem Gebäude eine ganz andere Bedeutung bekam. Das Gebäude formt eben auch immer das Objekt.

Interview: Sie haben mal gesagt, dass es einen Unterschied zwischen Ausmaß und Größe gibt. Wie meinten Sie das?

Kapoor: Größe ist eine der vielen Sprachen von Skulpturen, vor der man keine Angst haben darf. Größe macht uns Angst, vielleicht, weil sie unsterblich ist, und dabei denke ich an Kants Konzeption davon. Maßstab hingegen ist etwas sehr Mysteriöses. Wenn er richtig ist, kann man nicht sagen, wieso eigentlich. Der Maßstab ist die Mischung aus Größe und Bedeutung. Die Größe hat ihren Sinn erreicht, wenn sie mysteriös ist.

Interview: Und wie sieht es mit Farben aus? Sie arbeiten vor allem gerne mit einem dunklen Rot, das Sie immer wieder einsetzen.

Kapoor: Turner ist sehr interessant mit Farbe umgegangen, weil er sich mit Helligkeit und Licht auseinandergesetzt hat. Ich bin das Gegenteil davon. Mir geht es um die Dunkelheit, und vor allem auch darum, was wir in Farben sehen. Deswegen benutze ich häufig Rot. Gewissermaßen sehen wir uns selbst darin. Und es impliziert eine gewisse symbolische Dunkelheit. Psychologisch gesehen ist es sehr viel dunkler als Schwarz oder Blau. Wenn Sie Ihre Augen schließen, welche Farbe sehen Sie?

Interview: Ich würde sagen Schwarz.

Kapoor: Es ist Schwarz und auch Rot. Diese Farben sind gewissermaßen unser Innenleben.
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&#60;img src="http://payload167.cargocollective.com/1/1/58834/5657177/mgb13_p_anish_kapoor_01a_640.jpg" width="640" height="537" width_o="1219" height_o="1024" src_o="http://payload167.cargocollective.com/1/1/58834/5657177/mgb13_p_anish_kapoor_01a_o.jpg" data-mid="30537693" caption="&#38;quot;Symphony for a Beloved Sun&#38;quot; (2013) im Berliner Martin-Gropius-Bau, Foto: Jens Ziehe / Anish Kapoor / VG Bildkunst, Bonn" border="0" align="left"/&#62;&#60;img src="http://payload167.cargocollective.com/1/1/58834/5657177/mgb13_p_anish_kapoor_02_640.jpg" width="640" height="480" width_o="1280" height_o="960" src_o="http://payload167.cargocollective.com/1/1/58834/5657177/mgb13_p_anish_kapoor_02_o.jpg" data-mid="30537706" caption="&#38;quot;1st Body&#38;quot; (2013) im Berliner Martin-Gropius-Bau, Foto: Jens Ziehe / Lisson Gallery / Anish Kapoor / VG Bildkunst, Bonn" border="0" align="left"/&#62;&#60;img src="http://payload167.cargocollective.com/1/1/58834/5657177/mgb13_p_anish_kapoor_05_640.jpg" width="640" height="480" width_o="1280" height_o="960" src_o="http://payload167.cargocollective.com/1/1/58834/5657177/mgb13_p_anish_kapoor_05_o.jpg" data-mid="30538062" caption="&#38;quot;The Death of Leviathan&#38;quot; (2011 - 2013) im Berliner Martin-Gropius-Bau, Foto: Jens Ziehe / Anish Kapoor / VG Bildkunst, Bonn" border="0" align="left"/&#62;&#60;img src="http://payload167.cargocollective.com/1/1/58834/5657177/Ohne Titel_640.jpg" width="640" height="502" width_o="1280" height_o="1004" src_o="http://payload167.cargocollective.com/1/1/58834/5657177/Ohne Titel_o.jpg" data-mid="30537783" caption="&#38;quot;Shooting into the Corner&#38;quot; (2008 - 2009) im Berliner Martin-Gropius-Bau, Foto: Nic Tenwiggenhorn / Anish Kapoor / VG Bildkunst, Bonn" border="0" align="left"/&#62;&#60;img src="http://payload167.cargocollective.com/1/1/58834/5657177/mgb13_p_anish_kapoor_04_640.jpg" width="640" height="480" width_o="1280" height_o="960" src_o="http://payload167.cargocollective.com/1/1/58834/5657177/mgb13_p_anish_kapoor_04_o.jpg" data-mid="30537793" caption="Von links nach rechts: &#38;quot;Non-Object, (Oval Twist)&#38;quot; (2013), &#38;quot;Non-Object (Door)&#38;quot; (2008) und &#38;quot;Non-Object (Square Twist)&#38;quot; (2013) im Berliner Martin-Gropius-Bau, Foto: Jens Ziehe / Lisson Gallery / Gladstone Gallery / Anish Kapoor / VG Bildkunst, Bonn" border="0" align="left"/&#62;
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Interview: Sie sind in Indien geboren, leben aber schon seit rund vierzig Jahren in London. Welche Rolle spielt Indien, welche Rolle spielt London in Ihrer Kunst?

Kapoor: Genau dieses Zusammenspiel spielt eine große Rolle für mich. Ich bin Inder, ich bin dort geboren, Teil meiner Meta-Sprache ist indisch. Teil von Picassos Meta-Sprache war spanisch, aber würden wir ihn als spanischen Künstler sehen?

Interview: Eher nicht.

Kapoor: Eben. Es ist einfach zu sagen, dieser Künstler kommt von dort, dieser von da. Das wird heute viel zu viel gemacht. Das spricht gegen jegliche Individualität und gegen jeglichen Erfindergeist. Das passiert vor allem Künstlern, die nicht aus Amerika oder Europa kommen.

Interview: Also spielt es in einer globalisierten Welt ohnehin keine Rolle?

Kapoor: Doch, eine Rolle spielt es schon, aber man muss vorsichtig damit umgehen. Und Kunst vor allem nicht auf ihre Nationalität hin sehen.

Interview: Gehen Sie eigentlich zu Kunstmessen?

Kapoor: Ab und an.

Interview: Sammeln Sie auch selbst?

Kapoor: Ein bisschen. Diese ganzen Kunstmessen überschwemmen aber mittlerweile den Markt. Mir ist das zu viel geworden.

Interview: Seitdem Sie als Künstler arbeiten, seit den 70ern, hat sich die Kunstwelt sehr verändert.

Kapoor: Anfang der 70er Jahre war ich noch Kunststudent. Damals gab es, zumindest in England, nur zehn Künstler, die wirklich von ihrer Kunst leben konnten. David Hockney und Konsorten. Das änderte sich in den 70ern plötzlich. Die Leute sahen Kunst als Gebrauchsgut, als Notwendigkeit. Als ich noch studierte, bin ich davon ausgegangen, nie von meiner Kunst leben zu können.

Interview: Diese Entwicklung gefiel Ihnen also?

Kapoor: Man muss das differenziert sehen, aber man könnte auch sagen, dass es Kunst schlechter macht. Andererseits waren sich Kunst und Geld immer sehr nah. Wir Künstler sollten Geld als Möglichkeit sehen, nicht nur als Gefahr.

Interview: Und was denken Sie darüber, dass Kunst heute zum Massenprodukt geworden ist?

Kapoor: Traditionell sagt man ja, dass das, was beliebt ist, nicht gut. Wieder eine falsche Feststellung. Die großen Museen hatten damals hunderttausende Besucher im Jahr, jetzt sind es Millionen von Besuchern, die jährlich kommen. Bedeutet das, dass die Kunst schlechter geworden ist?

Interview: Natürlich nicht.

Kapoor: Eben, das denke ich auch. Wir sind doch alle auf Sinnsuche. Mit Kunst wollen wir herausgefordert werden. Dass die Kunst sich gegenüber immer mehr Menschen öffnet, ist toll. 

Interview: Wieso genau?

Kapoor: Es gibt viel Kunst, die man nicht versteht. Ist es nicht wundervoll, wenn man sie auch zehn Jahre später immer noch nicht versteht? Ohne Kunst können wir nicht sein, sie macht uns zu Bürgern. Und als Künstler darf man Idiot sein! Weiß ich gerade, worüber ich rede? Nein! Will ich wissen, worüber ich gerade rede? Nein!

Interview: Was steht für Sie immer hinter dem Inhalt?

Kapoor: Das Spiel.



"Kapoor in Berlin" ist vom 18. Mai bis zum 24. November 2013 im Martin-Gropius-Bau zu sehen. Weitere Informationen finden Sie hier.



- Hella Schneider </description>
		
		<excerpt>Dekonstruktion und Zerstörung, Glätte und Glanz, Unordnung und Chaos - so wirkt die Kunst des indischen Bildhauers Anish Kapoor. Seine Werke, die jetzt im...</excerpt>

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	</item>
		
		
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		<title>Interview: Whole Earth</title>
				
		<link>http://blog.interview.de/Interview-Whole-Earth</link>

		<comments>http://blog.interview.de/following/blog.interview.de/Interview-Whole-Earth</comments>

		<pubDate>Wed, 22 May 2013 03:55:56 +0000</pubDate>

		<dc:creator>INTERVIEW MAGAZINE GERMANY</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[22/05/2013, daily]]></category>

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		<description>Stewart Brands "Whole Earth Catalog" war das Zentralorgan der kalifornischen Gegenkultur, der ländlichen Aussteiger-Communities, der urbanen Kunstszenen und Technikavantgarde. In ihm verbanden sich praktische Tipps mit Ideen der Kybernetik und aus ihm entstanden später nicht nur sie ersten Computernetzwerke. Der Catalog selbst gilt heute als Vorläufer des Internets. Eine Ausstellung im Berliner Haus der Kulturen der Welt fragt sich jetzt was uns der Catalog heute noch bedeutet und erzählen kann. Wir haben uns mit dem Kurator Anselm Franke über seine Ausstellung unterhalten


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&#60;img src="http://payload167.cargocollective.com/1/1/58834/5656404/hkw_the_whole_earth_image1_WholeEarthCatalog_2_640.jpg" width="640" height="879" width_o="745" height_o="1024" src_o="http://payload167.cargocollective.com/1/1/58834/5656404/hkw_the_whole_earth_image1_WholeEarthCatalog_2_o.jpg" data-mid="30534419" caption="Stewart Brand (Hrsg.): Whole Earth Catalog. Access to Tools, Herbst 1968 (Cover)" border="0" align="left"/&#62;&#60;img src="http://payload167.cargocollective.com/1/1/58834/5656404/hkw_the_whole_earth_fahlstroem_640.jpg" width="640" height="436" width_o="1280" height_o="872" src_o="http://payload167.cargocollective.com/1/1/58834/5656404/hkw_the_whole_earth_fahlstroem_o.jpg" data-mid="30534416" caption="Öyvind Fahlström, Section of World Map - A Puzzle, 1973, Siebdruck (fünffarbig) auf Vinyl, Magnete und Emaille auf Metalltafel, 50,8 x 81,3 x 0,6 cm, Auflage: 100&#38;lt;br /&#38;gt;
Drucker: Styria Studio, New York (Adolf Rischner, master printer), Herausgeber: Multiples, Inc., New York, Aus der Sammlung von Dr. Eva Schmidt, Siegen © The Öyvind Fahlström Foundation / VG Bildkunst, Courtesy Aurel Scheibler; Berlin, Foto: Simon Vogel" border="0" align="left"/&#62;&#60;img src="http://payload167.cargocollective.com/1/1/58834/5656404/hkw_the_whole_earth_antin_Going_Home_640.jpg" width="640" height="300" width_o="1280" height_o="600" src_o="http://payload167.cargocollective.com/1/1/58834/5656404/hkw_the_whole_earth_antin_Going_Home_o.jpg" data-mid="30534421" caption="Eleanor Antin, Going Home, 2004, from Roman Allegories, Chromogen-Druck, 124 x 260 cm, Courtesy Ronald Feldman Fine Arts, New York / Anonymouscollection" border="0" align="left"/&#62;&#60;img src="http://payload167.cargocollective.com/1/1/58834/5656404/hkw_the_whole_earth_catalog_backcover_640.jpg" width="640" height="425" width_o="1280" height_o="850" src_o="http://payload167.cargocollective.com/1/1/58834/5656404/hkw_the_whole_earth_catalog_backcover_o.jpg" data-mid="30534423" caption="Stewart Brand (Ed.): Whole Earth Catalog. Access to Tools, Frühling 1969, (Backcover)" border="0" align="left"/&#62;&#60;img src="http://payload167.cargocollective.com/1/1/58834/5656404/hkw_the_whole_earth_installationsansicht_af_dd_640.jpg" width="640" height="426" width_o="1280" height_o="853" src_o="http://payload167.cargocollective.com/1/1/58834/5656404/hkw_the_whole_earth_installationsansicht_af_dd_o.jpg" data-mid="30534424" caption="Anselm Franke (li) und Diedrich Diederichsen © Jacob Hoff / Haus der Kulturen der Welt" border="0" align="left"/&#62;&#60;img src="http://payload167.cargocollective.com/1/1/58834/5656404/hkw_the_whole_earth_25042013_eroeffnung_ausstellung2_640.jpg" width="640" height="426" width_o="1280" height_o="853" src_o="http://payload167.cargocollective.com/1/1/58834/5656404/hkw_the_whole_earth_25042013_eroeffnung_ausstellung2_o.jpg" data-mid="30534426" caption="Ausstellungseröffnung © Jacob Hoff / Haus der Kulturen der Welt" border="0" align="left"/&#62;

.

INTERVIEW: Warum sollte man sich mit der Geschichte des "Whole Earth Catalog" heute noch beschäftigen? Ist dieses Kapitel der Geschichte noch in irgendeiner Weise relevant?
 
ANSELM FRANKE: Was verstehen wir eigentlich unter einem System, welche Ideen stecken in dem, nur auf den ersten Blick, eindeutigen Begriff Ökologie? Darüber gibt der "Whole Earth Catalog" Auskunft. Und er steht für eine Phase großer utopischer Energien: Hier ging es um nichts weniger als darum, eine neue Zivilisation zu erfinden. 

INTERVIEW: Was war die Grundidee, auf der Sie die Ausstellung geplant haben?
 
FRANKE: Die Ursprungsidee war, das Bild des Planeten als ein Kippbild zu betrachten, das sind jene Bilder, in denen wir zum Beispiel entweder einen Hasen oder eine Ente sehen, zwei Gesichter oder eine Vase. Beim Bild des Blauen Planeten geht es dabei um die 180-Grad-Drehung der Blickrichtung: Der Blick war ja bis dahin ausschließlich nach Außen gerichtet. In dem Moment, in dem wir plötzlich ein Bild des Blauen Planeten aus dem Außen haben, gibt es kein Außen mehr: dieses Paradox war das Ausgangsmoment. Von da aus versuchen wir in der Ausstellung das Kippen der Motive und Ziele der kalifornischen Gegenkultur nachzuvollziehen – die Verkehrung bestimmter Ziele in ihr Gegenteil. 

INTERVIEW: Dass es kein "Außen" gibt, zieht ja die Vorstellung nach sich, dass es auch kein alternatives Leben, kein Aussteigen geben kann. In der kalifornischen Gegenkultur scheint das aber anders gewesen zu sein, oder?
 
FRANKE: Die Gegenkultur, insbesondere die Kommunenbewegung, hat sich sozusagen ein letztes Mal ein radikales Außen erträumt, genau darum geht es. Sie wollte nichts weniger als eine ganz neue Zivilisation, komplett aussteigen aus der bisherigen Gesellschaft. Es ging nicht wie bei der Bürgerrechtsbewegung um eine Veränderung der Gesellschaft mit dem Ziel einer Inklusion der Ausgeschlossenen. Der Hippie-Traum hat sich aber nicht verwirklicht, sondern in sein Gegenteil verkehrt: Eine beispielslose Vernetzung und Verschränkung im Innenraum des einst bekämpften "Systems". 

INTERVIEW: Im Untertitel des Katalogs heißt es "access to tools". Welche dieser Tools haben ihre Zeit überlebt?
 
FRANKE: Viele Ideen der Kybernetik, die ja auch Tools sind, sind heute zur permanenten Innenausstattung unseres Gesellschaftsform geworden. Sie haben also nicht nur überlebt, sondern sind in die techno-sozialen Umwelten eingegangen. 

INTERVIEW: Gibt die Ausstellung auch "access to tools" oder theoretisiert sie nur?
 
FRANKE: Sie gibt Access zu den Tools, mit denen wir Zusammenhänge verstehen können – insbesondere die Zusammenhänge zwischen starken, ikonischen Bildern und eingängigen Ideen. 

INTERVIEW: Gibt es konkrete Fragen, die Sie mit der Ausstellung formulieren möchten?
 
FRANKE: Ja. Die wirkmächtige Idee der selbstregulierenden Systeme soll hinterfragt werden. Das war schließlich die zentrale Idee der Ökologie und Technologie-Verbindung beim Whole Earth Catalog, und wurde dann zur Grundlage des Netzwerkkapitalismus der New Economy in den 1990er Jahren. In jener kapitalistischen Globalisierung war ja die tonangebende Idee, dass sich der entgrenzte Kapitalismus wie ein selbst-balancierendes Ökosystem regulieren und ausbreiten würde. Seit der Finanzkrise merken wir nun, dass es dringend wieder Alternativen zu dieser Vision braucht. 

INTERVIEW: Ist Stewart Brand der Vater der Nerds, wie sie heute massenweise in der Bay Area und auf der ganzen Welt leben?
 
FRANKE: Stewart Brand ist eher ein Netzwerker. Er bringt Leute mit neuen Ideen in Kontakt, er ist eine Art Kurator für Ideen. So hat er zum Beispiel das Trips Festival 1966 in San Francisco organisiert, das erste große Event der psychedelischen Hippiekultur. Mit dem Whole Earth Catalog hat er eine ganze Generation mit Konzepten der Kybernetik, Technologie und Ökologie bekanntgemacht und dabei Naturromantik und Technologie miteinander versöhnt. Der Whole Earth Catalog findet sich im Regal der meisten Meinungsführer des Silicon Valley, aber auch der allermeisten Künstler dieser Generation.
 
INTERVIEW: Der erste Teil der Ausstellung heißt "Universalismus". Der Catalog gilt als Vorläufer des Internet. Wurde das Internet auf einer esoterischen Vorstellung von Ganzheitlichkeit begründet? 
 
FRANKE: Das Internet hat eher militärische Ursprünge, aber im Sinne von Universalismus ging es ja auch im Kalten Krieg ums große Ganze: die Vormacht in der Welt, die Vormacht im Weltraum und so weiter. Die Geschichte der Personalisierung der Computer steht aber tatsächlich in Zusammenhang mit Ideen des "Whole Earth Catalog", am meisten mit der Idee der Emanzipation durch "access to tools", also dem Zugang zu Werkzeugen. Die Hobby-Computer-Szene, oder auch später Firmen wie Apple, haben die Ideen der Kommunenbewegung übernommen, die ja eigentlich jegliche Form hierarchischer Macht ablehnten. Sie träumten von spontaner Harmonie der Gemeinschaft, gepaart mit Individualismus. Die Ideen, die die Computerkultur von den Hippies übernommen hat, sind eher die der holistischen, selbstregulierenden Systeme in Gesellschaft, Natur und Technologie. Nicht direkt die esoterische Seite also.  

INTERVIEW: Den zweiten Teil haben Sie  "Frontier: An der Mauer des Pazifik" genannt. Ist die neue, erweiterte Grenze von damals der neue Mittelpunkt der Erde von heute?
 
FRANKE: Vielleicht nicht gleich der ganzen Welt, aber die globalen Standards der Lifestyle- und Medienwelt sind doch ganz wesentlich vom Sonnenschein Kaliforniens geprägt. 

INTERVIEW: Wie haben Sie die Künstler der Ausstellung ausgewählt?
 
FRANKE: Die Ausstellung hat eine Reihe von Hauptpersonen: Neben Stewart Brand und Bands wie Jefferson Airplane eine Reihe von Künstlern, die Teil der kalifornischen Gegenkultur waren oder diese interessant reflektieren. Eleanor Antin z.B., die mit historischen Arbeiten wie ihren installativen Portraits kalifornischer Typen vertreten ist, aber auch mit neuen Arbeiten, die die Landschaften Kaliforniens mit Szenen aus der Antike inszenieren. Ansonsten geht es bei den meisten Arbeiten um bestimmte historische Prozesse und Momente – etwa bei Andy Warhol, der in der berühmten Arbeit Outer Space/Inner Space sein medial vermitteltes Selbstbild wiederum mit sich selbst kurzschließt. Auch die künstlerischen Arbeiten sind hier Kippbilder. 

INTERVIEW: Wurden auch Kunstwerke extra für die Ausstellung angefertigt?
 
FRANKE: Alex Slade hat kalifornische Landschaften fotografiert, natürliche und gemachte Wüsten. Salton Sea zum Beispiel, jener durch Zufall entstandene künstliche See, dessen Ökosystem in den 1960ern zu kippen begann. 

INTERVIEW: Wo verorten sich die Kunstwerke im Anthropozän-Projekt des Haus der Kulturen der Welt?
 
FRANKE: Salton Sea ist ein perfektes Beispiel für das, was aus Natur im Anthropozän wird. Das mussten auch die Hippies feststellen, die wollten ja zurück zur Natur. Aber genau in dem Moment hört die Natur auf, das reine und unberührte Außen zu sein: Es gibt kein Außen mehr, das Natur heißt. Darüber hinaus geht es darum, zu verstehen, welche Ideen und Konzepte wir heute von Ökologie haben. Und um die Geschichte des letzten Bildes vom großen planetarischen Ganzen. Beides führen wir auf Kalifornien zurück, weil dort die wirkmächtigsten Ideen und Bilder herkamen. Und weil es auch darum geht, konkret zu werden, wenn es um das große planetarische Ganze geht: Wer spricht im Menschenzeitalter für den Menschen? 

INTERVIEW: Im Juni wird es noch eine Konferenz im Rahmen des Ausstellung geben. Was wird doch besprochen und wen haben sie eingeladen?
 
FRANKE: Fred Turner wir unter anderem kommen, der viele Jahre in den Archiven der Stanford Universität gearbeitet hat, um zu verstehen, wie aus der Gegenkultur die kalifornische Cyberkultur des Silicon Valley geworden ist. Außerdem haben wir weitere tolle Gäste eingeladen, die Thesen der Ausstellung zu diskutieren und nachzuvollziehen, wie sich auch jenseits des "Blauen Planeten" in Kalifornien bestimmte Ideen und  Technologien mit bestimmten Bildern verbunden haben –  und was heute daraus 
geworden ist. 

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The Whole Earth
Kalifornien und das Verschwinden des Außen
26.4.-1.7.2013
Haus der Kulturen der Welt, Berlin

Weitere Informationen finden sie hier.



- Nina Scholz
 </description>
		
		<excerpt>Stewart Brands "Whole Earth Catalog" war das Zentralorgan der kalifornischen Gegenkultur, der ländlichen Aussteiger-Communities, der urbanen Kunstszenen und...</excerpt>

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		<title>JUNI-AUSGABE: Tobey Maguire</title>
				
		<link>http://blog.interview.de/JUNI-AUSGABE-Tobey-Maguire</link>

		<comments>http://blog.interview.de/following/blog.interview.de/JUNI-AUSGABE-Tobey-Maguire</comments>

		<pubDate>Tue, 21 May 2013 08:55:38 +0000</pubDate>

		<dc:creator>INTERVIEW MAGAZINE GERMANY</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[21/05/2013, daily]]></category>

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		<description>In Baz Luhrmanns Verfilmung des "Großen Gatsby" (jetzt im Kino) spielt Maguire erstmals neben seinem Kumpel Leonardo DiCaprio und der zauberhaften Carey Mulligan, die ihn für INTERVIEW ausgefragt hat. Wir zeigen heute schon einige Bilder von TERRY RICHARDSON aus der Juni-Ausgabe, die morgen erscheint.
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&#60;img src="http://payload167.cargocollective.com/1/1/58834/5657413/130429_interview_ger_maguire_03_0128_640.jpg" width="640" height="959" width_o="683" height_o="1024" src_o="http://payload167.cargocollective.com/1/1/58834/5657413/130429_interview_ger_maguire_03_0128_o.jpg" data-mid="30538790" caption="Tobey Maguire; Foto: Terry Richardson; Styling: Julia von Boehm; Hose und Hemd: Valentino; Fliege: Gucci; Sneakers: Converse." border="0" align="left"/&#62;&#60;img src="http://payload167.cargocollective.com/1/1/58834/5657413/130429_interview_ger_maguire_02_0112_640.jpg" width="640" height="959" width_o="683" height_o="1024" src_o="http://payload167.cargocollective.com/1/1/58834/5657413/130429_interview_ger_maguire_02_0112_o.jpg" data-mid="30538797" caption="Tobey Maguire; Foto: Terry Richardson; Styling: Julia von Boehm; Anzugjacke und Hemd: Burberry Prorsum." border="0" align="left"/&#62;&#60;img src="http://payload167.cargocollective.com/1/1/58834/5657413/130429_interview_ger_maguire_01_0158_640.jpg" width="640" height="426" width_o="1280" height_o="853" src_o="http://payload167.cargocollective.com/1/1/58834/5657413/130429_interview_ger_maguire_01_0158_o.jpg" data-mid="30538800" caption="Tobey Maguire; Foto: Terry Richardson; Styling: Julia von Boehm; Dinnerjacket und Anzughose: Tommy Hilfiger; Hemd und Fliege: Gucci." border="0" align="left"/&#62;&#60;img src="http://payload167.cargocollective.com/1/1/58834/5657413/130429_interview_ger_maguire_01_0112_640.jpg" width="640" height="959" width_o="683" height_o="1024" src_o="http://payload167.cargocollective.com/1/1/58834/5657413/130429_interview_ger_maguire_01_0112_o.jpg" data-mid="30538801" caption="Tobey Maguire; Foto: Terry Richardson; Styling: Julia von Boehm; Dinnerjacket und Anzughose: Tommy Hilfiger; Hemd und Fliege: Gucci." border="0" align="left"/&#62;
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Mulligan: „Hast du Der große Gatsby schon gesehen?“
Maguire: „Nein, habe ich noch nicht.“
Mulligan: „Waaaaas????“
Maguire: „Na ja, vor fünf Monaten habe ich eine frühe Version davon gesehen, aber ich glaube, dieses Wochenende wird es soweit sein.“
Mulligan: „Ich kann es kaum glauben, dass du deinen Film noch nicht gesehen hast. Deshalb bin ich jetzt auch in New York, weil ich den Film hier zum ersten Mal sehen wollte und nicht in Cannes.“
Maguire: „Gute Idee.“
Mulligan: „Ja, und zwar alleine in einem Vorführraum.“
Maguire: „Echt? Alleine? Ich schaue mir Filme beim ersten Mal am liebsten mit ein paar Leuten an, und dann achte ich sehr auf bestimmte Ideen und Kleinigkeiten, ob sie in der Umsetzung funktioniert haben oder nicht.“

Mulligan: „Findest du auch, dass man sich am besten betrinkt oder sich sonst irgendwie lockermacht, bevor man das erste Mal zusammenarbeitet?“
Maguire: „Ich habe schon beide Varianten ausprobiert – also mit oder ohne vorheriges Kennenlernen. Persönlich bevorzuge ich es aber, die Leute vorher zu treffen, um zu sehen, wie sie ticken und auch, um Vertrauen aufzubauen. Aber ich habe es auch schon erlebt, dass ich jemandem die Hand geschüttelt habe, und eine Minute später hieß es: ‚Action!’ Was mir aber in den letzten Jahren immer wichtiger geworden ist: zu schauen, dass ich nur noch mit sehr, sehr guten Leuten zusammenarbeite.“

Mulligan: „Gibt es eine Person in deinem Leben, deren Meinung zu einem Film dir mehr bedeutet als die aller anderen?“
Maguire: „Ja. Mich.“

Über Emails:
„Ich kann keine Emails schreiben, die länger als ein Satz lang sind. Alles andere überfordert mich.“

Über die Resonanz auf den Film "The Great Gatsby":
„Was den Film angeht, sage ich immer, dass das unsere Interpretation der Geschichte ist. Es geht nicht um richtig oder falsch.“



Tobey Maguire wurde fotografiert von Terry Richardson und gestylt von Julia von Boehm.</description>
		
		<excerpt>In Baz Luhrmanns Verfilmung des "Großen Gatsby" (jetzt im Kino) spielt Maguire erstmals neben seinem Kumpel Leonardo DiCaprio und der zauberhaften Carey Mulligan,...</excerpt>

		<!--<wfw:commentRss></wfw:commentRss>-->

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